Häufig gestellte Fragen

Frage: Entwicklung des Baustellenverkehrs in Karlshorst-Ost über die Rheinsteinstraße vor der Straßensanierung?

Antwort: Das Bezirksamt kann leider nicht gewährleisten, dass kein Baustellenverkehr über die unsanierte Rheinsteinstraße fahren wird. Gegenwärtig finden entlang der Zwieseler Straße und in angrenzenden Nebenstraßen eine Reihe von Bauvorhaben statt (u.a. Fortführung bzw. Vollendung des Wohnparks Karlshorst, diverse Eigenheimbauten am Bodenmaiser Weg / Ecke Grafenauer Weg sowie die ersten 6 Häuser der Gartenstadt Karlshorst). Zudem wird ein gestiegener Kleintransporter- und LKW-Verkehr infolge des Gewerbegebietes an der Straße Am Heizhaus vernommen. Es sind also mehrere Einflussfaktoren, die zu einer höheren Verkehrsbelastung auf der Rheinsteinstraße führen.

Aus diesem Grund und im Vorgriff auf das anstehende große Wohnungsbauvorhaben der Gartenstadt Karlshorst, welches erst nach Festsetzung des Bebauungsplans XVII-50aa (frühestens Ende 2012 / Anfang 2013) realisiert werden kann (ausgenommen die vorgenannten 6 Einzelhäuser, die auf einer anderen Rechtsgrundlage – § 34 BauGB – genehmigt wurden), hat sich der Bezirk dazu entschlossen, die Rheinsteinstraße noch in diesem Jahr zu ertüchtigen. (Die Straßeninstandsetzung beginnt am 14. September 2012. Mehr Informationen finden sie hier). Damit wird dem Anliegen der Anwohner nach Lärmminderung und Gebäudesubstanzerhalt entsprochen.

Insofern ist es richtig, dass der Baustellenverkehr infolge der Gartenstadt Karlshorst (B-Plan XVII-50aa) erst im kommenden Jahr stattfindet und bis dahin die Rheinsteinstraße entsprechend ertüchtigt sein soll.

Ein Ausschluss von Baustellenverkehr kann weder generell noch in Bezug auf bestimmte Vorhaben durch das Bezirksamt ausgeschlossen werden. Hierzu gibt es keine rechtliche Grundlage, sofern sich die betreffenden Fahrzeugführer im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewegen. Die Tragfähigkeit der Rheinsteinstraße wurde mir auf Nachfrage durch das Tiefbauamt noch einmal bestätigt (bis 10 Tonnen je Achse, also durchaus auch 60 Tonnen bei einem LKW mit 6 Achsen).

Ungeachtet dessen wurde der Kontakt zum betreffenden Bauherren gesucht und dieser wurde gebeten, die Bürgeranliegen zu prüfen und entsprechend zu berücksichtigen.
Auch mit dem Spediteur wird eine Rücksprache gehalten, um zumindest die Abtransporte auf die Nachferienzeit zu legen, wodurch sich die zeitliche Einschränkung entspannt und wieder auf die Tageszeit verlegen lässt. Die Antransporte sind jedoch bereits terminiert und können nicht mehr verlegt werden.

(Aus dem Antwortschreiben von Hr. Fabian Peter, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Referent des Bezirksstadtrates, Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin)

Frage: Beförderung der Baumaschinen über die Rheinsteinstraße in der Nacht?

Antwort: Ein Anfrage unsererseits beim Bauherren hat ergeben, dass der Gesetzgeber es während der Schulferien untersagt, beladene Schwerlasttransporte tagsüber zu bewegen. Das Ausleuchten der Transporte unterliegt leider auch einer Vorgabe aus der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Wir haben jedoch im Gespräch mit dem Bauherren, und dieser wiederum mit dem Spediteur, erreichen können, dass die Flutlicht- und Rundumbeleuchtung bei der Befahrung der Rheinsteinstraße auf Mindestmaß reduziert wird. Zudem wurde dem Subunternehmer nun vorgegeben, während der Ferienzeiten mit beladenem Schwerlastverkehr die Baustelle nur noch zwischen 5-6 Uhr oder 22-23 Uhr anzufahren. Nach derzeitigem Arbeitsstand wird noch von 1 Abtransport in dieser Woche und einem zweiten Abtransport in der kommenden Woche ausgegangen. Insgesamt werden es nur 2-4 Abtransport sein.

Nach der Ferienzeit werden Fahrzeugbewegungen dieser Art wie gewohnt nur noch tagsüber erfolgen. Auf der Baustelle befinden sich in der Spitze ca. 7-8 Maschinen, die umgesetzt werden müssen.

(Aus dem Antwortschreiben von Hr. Fabian Peter, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Referent des Bezirksstadtrates, Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin)

Frage: Welches Verkehrskonzept existiert für das neue Wohngebiet? Wird es nicht zu Engpässen kommen? Die bestehenden Straßen im Wohngebiet erscheinen bereits heute zu eng gebaut, insbesondere die Robert-Siewert-Straße und die Zwieseler Straße, da diese auch die abschnittweise einspurig parkenden Autos beherbergen.

Antwort: Der zusätzliche aus beiden Bebauungsplänen resultierende Verkehr wird auf die westlich anschließenden Siedlungsstraßen verteilt. Nach gutachterlicher Einschätzung wird jedoch davon ausgegangen, dass die vorhandenen Straßen den zusätzlichen Verkehr vollständig bewältigen können und sich die Auswirkungen aufgrund der relativ gleichmäßigen Verteilung auf mehrere Straßenzüge in vertretbaren Grenzen halten werden.
Neben der Robert-Siewert-Straße und der Zwieseler Straße, die einen großen Teil des zusätzlichen Verkehrs aus dem nördlichen Teil des neuen Wohngebiets aufnehmen werden, werden vor allem die etwas breiter ausgebauten Straßenzüge der Rheinsteinstraße und der Köpenicker Allee zusätzliche Verkehrsmengen aufnehmen. Die vom Bezirksamt beauftragte Verkehrsuntersuchung vom 16. Januar 2012 zum Gesamt-Bebauungsplan XVII-50a hat für die Straßen im Umfeld folgende zusätzliche Verkehrsmengen ermittelt:
Robert-Siewert-Straße: + 1.250 Kfz/24 h; Zwieseler Straße + 1.250 Kfz/24 h; Rheinpfalzallee: + 800 Kfz/24 h; Römerweg: + 390 Kfz/24 h; Rheinsteinstraße, mittlerer Abschnitt: + 1.990 Kfz/24 h; Köpenicker Allee, südlich der Rheinsteinstraße: + 1.890 Kfz/24 h

Gemäß der im April 2012 vom Bezirksamt durchgeführten Verkehrszählung wird die Robert-Siewert Straße zurzeit von 1.160 Kraftfahrzeugen pro Tag und die Rheinsteinstraße im mittleren Abschnitt von 1.850 Kraftfahrzeugen pro Tag befahren. Für die übrigen Straßen im unmittelbaren Umfeld, die derzeit eher geringer belastet sind, liegen keine Zählungen vor.
Angesichts der derzeit geringen Verkehrsbelastung in den Siedlungsstraßen bedeuten die oben aufgeführten Verkehrsmengen eine Verdoppelung der Verkehrsmengen. Dass dieser Zuwachs als eine erhebliche Auswirkung empfunden wird, ist nachvollziehbar, zugleich bleibt jedoch festzuhalten, dass hier von einer Verdoppelung einer ursprünglich geringen Verkehrsmenge die Rede ist und dass der prognostizierte Gesamtverkehr in Relation zu anderen vergleichbaren Straßen immer noch im unteren Belastungsbereich liegt.
Die Straßensituation wird von manchen Autofahrern vielleicht als eng und somit als negativ empfunden. Im Ergebnis wird hiermit jedoch auch eine Verkehrsberuhigung erreicht. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Fahrbahnbreiten in der Köpenicker Allee und in der Rheinsteinstraße mit 8 m bis 9 m ausreichend bemessen sind, um auch bei einer beidseitigen Anordnung der Stellplätze noch eine beidseitige Befahrung zu ermöglichen. In der Zwieseler Straße und der Robert-Siewert-Straße, wo die Fahrbahnbreiten zur Zeit etwa 5,5 bis 6,5 m betragen, wird auch weiterhin abschnittsweise ein einseitiges Parken möglich sein. Im Zuge der vorgesehenen Ausbaumaßnahmen in beiden Straßen wird die Möglichkeit geprüft, einzelne Stellplätze auch neben der Fahrbahn anzuordnen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Fahrbahnbreiten ausreichen werden, um sowohl den Belangen des fließenden Verkehrs als auch den Belangen des ruhenden Verkehrs gerecht zu werden.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass das Erschließungskonzept auf einer Weiterentwicklung des bereits vorhanden Straßennetzes beruht, wobei die oben genannten Straßen (Rheinsteinstraße, Köpenicker Allee, Zwieseler Straße und Robert-Siewert-Straße) den zu- und abführenden Verkehr in Richtung Treskowallee aufnehmen müssen. Weitere Erläuterungen, sowie auch relevante Daten zur Verkehrssituation und die grundsätzlichen Überlegungen zur internen und externen Verkehrsabwicklung sind in der Begründung zum Bebauungsplan XVII-50aa und der Verkehrsuntersuchung zum Bebauungsplan XVII-50aa zu finden.

(Aus dem Antwortschreiben von Hr. Dietmar W. Nöske, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung, Gruppenleitung Lichtenberg-Süd (Stapl E), Alt-Friedrichsfelde 60, Haus 2, 10315 Berlin)